www.funke-stertz.de (Agentur)

Filmografie zum Download als pdf-Datei

_______________________________________________________

 

BIOGRAFISCHES

In den späten achziger und den neunziger Jahren des letztes Jahrhunderts arbeitete Michael Wenning vorwiegend als Journalist. Dann zog er mit der Familie um nach Washington, D.C., weil seine Frau, die ARD-Auslandskorrespondentin Christiane Meier, dort Studioleiterin wurde. 2007 kamen sie zurück nach Berlin.

Michael Wenning begann seine Karriere als freier Reporter und berichtete aus den Krisengebieten in Angola und Burma. 10 Jahre lang war der Reporter für die ARD, lieferte sowohl internationale Beiträge wie z. B. vom Golfkrieg, dem Rodney King Prozeß in Chicago als auch innerdeutsche Stories mit politischem Hintergrund.

Seine Arbeit als TV-Regisseur begann Ende der 90er Jahre, und auch in diesem nicht-politischen Metier hat er es in kürzester Zeit zu einer beachtlichen Vita gebracht. Dass er in Amerika lebte, tat der Sache keinen Abbruch. Immer wieder kam er nach Deutschland, inszenierte hier bspw. "Das Kanzleramt", "GSG 9" sowie "SOKO 5113".

Und wie kommt man als Reporter der Realität zum Regisseur von Fiktion? Michael Wenning: "Als Journalist bekommt man bei jeder Story eine neue Geschichte erzählt, Menschen kehren das Innerste nach aussen. Vieles davon sehr emotional und sehr persönlich. Aber im Journalismus, wie wir ihn in Europa kennen, ist dafür zu Recht kein Platz. Das ist ist zwar konsequent, aber auch frustrierend. Ich hätte mir häufiger gewünscht, mehr Emotionen in meiner journalistischen Arbeit verarbeiten zu dürfen. In der fiktionalen Welt des Film und Fernsehens ist das anders, dass war für mich vor zehn Jahren der Hauptgrund, die Seiten zu wechseln und aus der journalistischen Arbeit meinen Weg in die Fiktion zu suchen. Hier kann ich beides vereinbaren: Geschichten erzählen, die nahe an der Realität sind, aber es mir auch ermöglichen, die Emotionen, die damit verbunden sind, offen und klar darzustellen."

Michael Wenning ist dankbar für die acht Lebensjahre in Amerika, das zu einer zweiten Heimat wurde. Jüngst war er für eine Woche am Set der Dreharbeiten zu "The Unit", einer neuen CBS-Serie.

Foto: © Martin Rottenkolber