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Lesungen:

Leslie Malton hat zusammen mit ihrem Mann Felix von Manteuffel drei Lesungen im Programm:

 

"Cantor und Clown" - Fanny und Felix MENDELSSOHN - Ein Spiel aus Briefen, Liedtext und Klaviermusik" (von Marlene Breuer)

Es gibt fast nichts, was nicht Inhalt ihrer Briefe ist: Musik, Alltagserlebnisse, Politik, Tratsch und Klatsch und wieder Musik. Denn hier beginnt die starke Verbindung der beiden musikalisch Hochbegabten, denen ihr Lehrer Carl Friedrich Zelter eine gleichwertige Begabung attestierte. Und hier endet ihre starke Nähe, die Zeit des gemeinsamen Musizierens und Komponierens, denn Felix macht selbstverständlich Karriere in der europäischen Musikwelt, während Fanny, gemäß der gesellschaftlichen Konvention, ihr Talent nur noch als Liebhaberei ausüben soll.

Die Trennung überbrücken sie mit ihrer lebhaften Korrespondenz, in der es nicht immer gesittet zugeht. Weder Felix noch Fanny nimmt ein Blatt vor den Mund, wenn es um künstlerische Qualität geht. Veröffentlichungen und Darbietungen damaliger Prominenz wie Goethe, Paganini, Clara Wieck oder Franz Liszt werden scharf beurteilt. Dazwischen sind ganz andere Töne zu hören: sehnsüchtige und traurige über die lang anhaltenden Trennungen.

Die Briefe und Texte zeichnen die Gedanken- und Gefühlswelt des Geschwisterpaares nach. Die dritte Kraft ist die Klaviermusik: Kompositionen, über die in den Briefen gesprochen und gestritten werden, sind zu hören. Und: das Klavier übernimmt eine eigenständige Rolle in dem Spiel aus Briefen und Liedtexten.

(Den musikalischen Anteil an der Lesung übernimmt die Pianistin Petra Woisetschläger)

 

"Dein Hund - Dein Mönch" ist eine szenische Lesung mit bewegenden Ausschnitten des Briefwechsels zwischen Anton Tschechow und seiner Frau Olga Knipper. Diese Lesung hat bereits an vielen renommierten Spielstätten das Publikum begeistert.

"Ach, die Frauen" - Leslie Malton und Felix von Manteuffel lesen Erzählungen des Autors Alberto Moravia, in dem sich alles um die Liebe dreht, um Paare und die Rolle der Frauen darin.

 

"In einer Perle gespiegelt" ist ein Wort-Konzert, das Leslie Malton zusammen mit FraGILe gibt. FraGILe besteht aus der Konzertpianistin Petra Woisetschläger, José Cortijo (Percussion, sounds) sowie Udo Betz (Kontrabass, sounds).

Wie die Texte von Rebecca Horn eine ganz eigenwillige Ästhetik besitzen und mit ihrer Architektur und den Klängen der Worte Miniaturwelten im Kosmos der menschlichen Emotionen erschaffen, so entwickelt auch die Musik von FraGILe eine eigene Sprache, die sich mit den herkömmlichen Genres nicht erfassen läßt. Bausteine aus Jazz, Klassik, Improvisation, eine eigens entwickelte archaisch anmutende Silmbensprache und Elemente östlicher Musik erschaffen eine neuartige Klangwelt, die sich mit den Texten Rebecca Horns zu einem Gesamtkunstwerk verbindet, eben zu einem die Untiefen unserer Existenz auslotenden "Wort-Konzert".

 

Biografisches:

Leslie Malton wurde in Washington, D.C. geboren und wuchs international auf, sie ist muttersprachlich sowohl deutsch als auch englisch. Das Abitur machte sie in Wien. Der Entschluß, Schauspielerin zu werden, stand für Leslie Malton schon seit der Kindheit fest. Für ihre Ausbildung nahm sie weitere Ortswechsel in Kauf. Sie besuchte das „Emerson College“ in Boston und die „Royal Academy of Dramatic Art“ in London, außerdem nahm sie an diversen Workshops teil. 

George Tabori, mit dem sie über Jahre eng zusammenarbeitete, bezeichnet sie als ihren größten Lehrmeister. Leslie Malton war von Anfang an dem Theater sehr zugetan, weil es, anders als Fernseh- oder Kinorollen, den direkten Kontakt zum Publikum erlaubt. Trotz zahlreicher Rollen in Fernseh- und Kinofilmen ist sie dem Theater bis heute treu. 

Der Durchbruch kam 1990/91 mit ihrer Rolle als Gudrun Lange in "Der große Bellheim" (Regie: Dieter Wedel). Hier verkörperte sie eine geldgierige Börsenmaklerin und wurde für die Rolle mit dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Telestar ausgezeichnet. Für ihre Rolle in "Die Geschichte vom guten alten Herrn und dem schönen Mädchen" (Regie: Margit Saad) wurde sie mit dem Charlie Chaplin Schuh ausgezeichnet.

Leslie Malton ist bekannt dafür, sich sehr intensiv auf ihre Rolle vorzubereiten. Für obige Rolle sah sie sich an der Frankfurter Börse um, um sich auf ihre Rolle "Gruschenka" in "Der Großinquisitor" vorzubereiten, ließ sie sich von einer Berliner Prostituierten das Milieu erklären.

Leslie Malton arbeitet ehrenamtlich für ChildFund, ist Schirmherrin verschiedener Projekte und hat - wie auch ihr Mann Felix von Manteuffel - mehrere Kinder in der ganzen Welt zur Patenschaft. Sie würde sich freuen, wenn sich möglichst viele weitere Menschen zu einer Patenschaft entschließen könnten.

Außerdem war Leslie Malton 2 Jahre lang Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sektion "Schauspiel" an der Deutschen Filmakademie.

Leslie Malton ist zudem Mitglied im Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler BFFS.

Copyright: Thomas Leidig